Ablauf der Fachsprachprüfung Zahnmedizin
Die Fachsprachprüfung Zahnmedizin besteht in der Regel aus drei praxisnahen Prüfungsteilen. Zunächst führt der Prüfling ein simuliertes Zahnarzt-Patienten-Gespräch, in dem Beschwerden, Anamnese, mögliche Diagnose und das weitere Vorgehen verständlich erklärt werden müssen. Anschließend wird der Fall schriftlich dokumentiert. Im dritten Teil folgt ein Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch, in dem der Fall fachsprachlich vorgestellt und besprochen wird. Die Prüfung dauert meist etwa 60 Minuten und orientiert sich an typischen Situationen aus dem zahnärztlichen Berufsalltag. Ziel ist der Nachweis, dass die berufliche Kommunikation auf Deutsch sicher, verständlich und fachlich korrekt möglich ist.
Ablauf der FSP Zahnmedizin
Die Fachsprachprüfung Zahnmedizin prüft nicht das zahnmedizinische Fachwissen an sich, sondern ob eine Zahnärztin oder ein Zahnarzt im beruflichen Alltag sicher auf Deutsch kommunizieren kann. Erwartet wird in der Regel Fachsprache auf C1-Niveau. Die Prüfung ist praxisnah aufgebaut und umfasst meist drei Teile mit jeweils ca. 20 Minuten, also insgesamt etwa 60 Minuten.
1. Zahnarzt-Patienten-Gespräch
Im ersten Teil führen Sie ein Gespräch mit einem simulierten Patienten.
Typische Inhalte:
-
- Anamnese erheben
- Beschwerden verstehen und nachfragen
- einfache, verständliche Sprache verwenden
- Diagnose oder Verdachtsdiagnose erklären
- Behandlungsmöglichkeiten erläutern
- über Risiken, Alternativen und weiteres Vorgehen sprechen
- Rückfragen des Patienten beantworten
Wichtig ist hier: Der Patient soll Sie verstehen. Zu viele Fachbegriffe sind in diesem Teil eher schlecht.
2. Schriftliche Dokumentation
Nach dem Patientengespräch dokumentieren Sie den Fall schriftlich.
Typische Inhalte:
-
- Patientendaten
- Hauptbeschwerde
- Anamnese
- Befunde
- Verdachtsdiagnose / Diagnose
- geplantes weiteres Vorgehen
- Therapieempfehlung
Hier wird geprüft, ob Sie medizinisch-zahnärztliche Informationen korrekt, strukturiert und sprachlich sauber dokumentieren können.
3. Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch
Im dritten Teil stellen Sie den Fall einem Kollegen oder einer Kollegin vor.
Typische Inhalte:
-
- strukturierte Fallvorstellung
- fachsprachliche Zusammenfassung
- Verdachtsdiagnose und Differenzialdiagnosen
- Befunde und geplante Behandlung
- mögliche Komplikationen
- fachliche Rückfragen beantworten
In diesem Teil dürfen und sollen Sie Fachsprache verwenden.
Typischer Gesamtaufbau
| Prüfungsteil | Inhalt | Dauer |
|---|---|---|
| Teil 1 | Zahnarzt-Patienten-Gespräch | ca. 20 Minuten |
| Teil 2 | Schriftliche Dokumentation | ca. 20 Minuten |
| Teil 3 | Zahnarzt-Zahnarzt-Gespräch | ca. 20 Minuten |
| Gesamt | Fachsprachprüfung Zahnmedizin | ca. 60 Minuten |
Anmeldung und Einladung
In NRW wird die Fachsprachprüfung über die zuständige Stelle bzw. Zahnärztekammer organisiert. Die Zahnärztekammer Nordrhein nennt aktuell eine Verwaltungsgebühr von 450 Euro, auch für Wiederholungsprüfungen. Der konkrete Termin wird nach Einteilung per E-Mail mitgeteilt.
Worauf die Prüfer besonders achten
Entscheidend ist nicht nur, ob einzelne Fachbegriffe richtig sind. Geprüft wird vor allem:
-
- sichere Verständigung mit Patienten
- klare, verständliche Aufklärung
- korrekte zahnmedizinische Fachsprache gegenüber Kollegen
- strukturierte Dokumentation
- professionelles Auftreten
- sprachliche Sicherheit unter Prüfungssituation